Graues Haar? – Wunderbar!

Bitte hier besonders meinen Haaransatz zu beachten

Ich hab ja das Gefühl, ich hätte über dieses Thema schon längst mal geschrieben… Aber wahrscheinlich kommt mir das nur so vor, weil ich mich immer wieder mit anderen darüber unterhalte und vielleicht schonmal was auf Facebook gepostet hab.

Jedenfalls geht’s um das Offensichtliche: Meine Haare sind grau. Oder grau-isch, denn zwischen silbrigen Strähnen tummeln sich noch ein paar dunkelblonde (DAS ist also meine natürliche Haarfarbe?!).
Schon mit 19 hab ich meine ersten grauen Härchen bekommen, die sehr rasch sehr viel mehr wurden. Es ist mir regelmäßig passiert, dass Friseure oder auch Gesprächspartner verwundert auf meinen Haaransatz gestarrt haben…
Natürlich hab ich das getan, was man als moderne Frau so tut und mir regelmäßig giftiges Färbezeugs auf den Kopf geklatscht. Von mittel- und dunkelbraun, aubergine, smaragdrot bis blond gesträhnt hatte ich alles durch! Fragt mich aber bitte nicht, was mir am besten gefallen hat – denn irgendwie war eh fast nix „richtig passend“.
Weil ich ein recht beauty-fauler Mensch bin und mir allein der Aufwand des Färbens so wahnsinnig auf den Nerv ging und ich es außerdem nicht mehr so authentisch fand, einen möglichst natürlichen Lebensstil zu propagieren und dennoch toxische Färbemittel zu verwenden, beschloss ich im Frühjahr 2015, einfach mit dem Färben aufzuhören und meine Haare ihr Ding machen zu lassen.
Jep – ich hab monatelang etwas verwahrlost ausgesehen…

Die Reaktionen waren natürlich sehr unterschiedlich und mir ist bewusst, dass viele es gaaaar nicht verstehen, wie man mit Anfang 30 nur schon grau sein will. Hin und wieder höre ich aber auch sehr Interessantes, wie zum Beispiel „Damit lebst du sehr deutlich Selbstakzeptanz vor“ und „Toll, wenn man sich nicht dem gängigen Ideal unterwirft“. Und mit der Zeit wurde aus dem Praktischen und „Ist-halt-so“ ein Statement.

Ich bin grundsätzlich mit einem Mangel an Eitelkeit auf die Welt gekommen – zumindest, was Äußerlichkeiten anbelangt. Selbstverständlich finde auch ich schöne Menschen mit Top-Figur, geraden Zähnen, strahlender Haut und glänzendem Haar total ästhetisch! Und ich hätte definitv keinen Quasimodo geheiratet! (Obwohl: ich fand Woody Harrelson immer schon toll…)
Gutes Aussehen verzaubert also auch mich – bis zu einem gewissen Grad.

Denn was mich so richtig in den Bann zieht, ist Humor (eh klar!) und etwas, das ich am ehesten mit „Kompetenz“ beschreiben würde. Wenn jemand so richtig weiß, wovon er spricht und dabei noch enthusiastisch und witzig ist, dann hat er mich für die nächsten Stunden an der Backe – denn nichts ist attraktiver für mich! Und mit „attraktiv“ ist nicht unbedingt gemeint, dass ich romantische Gefühle entwickle, sondern vor allem, dass ich gern in der Nähe dieser Menschen sein möchte.

Vor ein paar Jahren waren mein Mann und ich mit Freunden auf einem Weingut und während der Verkostung übergab der Senior-Chef an seinen Sohn, der – ehrlich gesagt – wie ein großgewachsener 12-Jähriger aussah. Im ersten Moment war ich enttäuscht, weil es doch gerade so interessant war und nun dieses „Bubi“ unmöglich genauso spannend über die Sorten und Lagen sprechen konnte.
Aber Minuten später hing ich völlig gefesselt an seinen Lippen! Dieser junge Mann hat ganz genau gewusst, wovon er sprach und man hat ganz deutlich gemerkt, dass reinstes Winzerblut in seinen Adern floss – und ich konnte den Rest des Tages von nix anderem mehr sprechen, als vom unscheinbaren Bürschchen, dass sich als Oberguru der Reben entpuppt hat.

Auch bei Frauen hab ich sowas natürlich schon erlebt: da schwebt eine gar nicht mal so elfengleiche Person mit der Aura des „Ich beherrsche meinen Scheiß und find des super!“ in den Raum und ich verfolge gebannt jede Geste und jede Aussage.

Leider, leider wird so etwas aber viel zu wenig thematisiert! Man hört zwar häufig „Du siehst sehr hübsch aus!“ (auch ich mach so ein Kompliment sehr gerne!), aber nie „Du wirkst total begeistert und schlau auf mich!“. Dabei bin ich überzeugt davon, dass wir ALLE gerne in der Gesellschaft authentischer Menschen sind, die für eine Sache brennen!

Ich selbst ziehe auch den Großteil meines Selbstbewusstseins aus der Tatsache, dass ich nicht auf der Nudlsupp’n dahergeschwommen und mit meinen Lebensumständen einfach sehr glücklich bin. Ich hab zwar graues Haar, schiefe Zähne (keiner glaubt mir, dass ich 6 Jahre lang eine Zahnspange hatte!), ein auffälliges Muttermal im Gesicht, komisch geformte Füße und keine besonders elegante Nase, aber ich freu mich an dem, was ich kann und was ich mache. Ich versuche trotzdem, nicht allzu abgeranzt auszusehen, wenn ich unter Leute gehe (gelingt mir auch manchmal, haha!) und finde es nicht verwerflich, wenn sich jemand gern „herrichtet“, aber es ist mir auch bewusst, dass der äußerliche Eindruck schnell schwindet. Nicht aber, welches Gefühl jemand bei einem hinterlässt.

Um also wieder zu meinen grauen Haaren zurückzukehren:
Vielleicht ist mein Statement am ehesten sowas in die Richtung von „Ich fühl mich wohl mit meinem Platz im Universum und der Rest ist wurscht!“.
Kann sein, dass ich sowas auch deshalb so überzeugt sagen kann, weil ich ja täglich miterlebe, wie sich Frauen (und ein paar Männer) in meinem Umfeld zum ersten Mal in ihrem Leben mit Knopf im Magen, aber Feuer im Herzen, für ihre Überzeugungen einsetzen und feststellen, dass sie etwas mitzuteilen haben und anderen damit helfen können. Da sieht man dann, wie sich plötzlich (oder manchmal auch etwas gemächlicher) die Energie verändert. Und wie sehr andere davon in den Bann gezogen werden.

Keine Ahnung, ob dieser Beitrag nur für mich Sinn macht oder ob ich damit vermitteln konnte, was ich gern jedem jungen Mädl und – noch mehr! – jeder erwachsenen Frau am liebsten eindringlichst einklopfen würde: Das wichtigste Stilelement, ohne das wir nie außer Haus gehen sollten, ist die Begeisterung für unser Dasein! Damit kann keine Frisur, kein Lippenstift und nicht mal das raffinierteste Kleid mithalten.

Also, Ladies: was auch immer eure Welt rockt – ätherische Öle, Mutterschaft, Rosenzucht, Oldtimerrestaurierungen…DAMIT haut ihr uns alle aus den Socken! Amen!

Zu viel Wissen macht Kopfweh

Gleich mal vorweg: ich bin ein totaler Lern-Junkie und fühl mich ganz besonders „im Flow“, wenn ich mit einem Textmarker, einem Collegeblock und einem Stabilo-Fineliner (zum schnell Notizen machen gibt’s nix besseres, als einen gut „eingeschriebenen“ Fineliner!) zwischen Türmen von Büchern sitze und aus einer Riesenmenge Informationen das Essentielle rausfiltere. Recherche ist für mich das, wo sich „gut können“ und „gern machen“ treffen.

Aaaaaaber! Sich täglich mit Informationen zum Grauen auf der Welt bombadieren zu lassen (durch Zeitung, Nachrichten, online…) hat mit sinnvollem Wissen null zu tun.

Meine Gedanken dazu und die Aufforderung zu einer „Mediendiät“ hier:
(Ich werde weiterhin in diesem Format Anregungen zu Gesundheit auf ganzheitlicher Basis teilen, allerdings nicht immer den Begriff „Gut leben kann so einfach sein“-Serie verwenden – der Grundgedanke dazu bleibt also gleich, nur die Aufmachung ist bissl anders)

Was auf die Haut kommt, geht auch unter die Haut

Die Empfänger meines Newsletters wissen ja bereits, dass vorletzte Woche die neuen doTERRA Spa-Produkte veröffentlicht wurden und ich totaaaaal verliebt in die Bodybutter mit Weihrauch, Wild Orange und Douglasie (Douglas Fir) bin.

Leider wird es aber noch bis nächsten Mai dauern, bis die Produkte bei uns in Europa zu haben sein werden. HEUL!

Aber: wer bis dahin ganz einfach seine eigene Körperpflege herstellen möchte, die weder tausend exotische Zutaten, noch megaviel Zeit braucht, der kann ganz einfach meiner Anleitung zur Herstellung eines pflegenden Körperöls folgen:

Macht die Haut streichelzartsamtigweich und enthält nicht all den toxischen Mist, der in herkömmlicher Pflege ja sehr häufig drin ist. Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass Substanzen, die auf die Haut aufgetragen werden, so in unseren Blutkreislauf gelangen und damit Einfluss auf alle Körperfunktionen haben können (z.B. Hormonhaushalt).

Geeignete Basisöle (bitte nur allerbeste Qualität!) sind

Jojobaöl, Mandelöl, Kokosöl oder Arganöl

Und bei der Auswahl der ätherischen Öle könnt ihr eurer Intuition folgen. Ich mag sehr gerne Grapefruit, Weihrauch, Ylang Ylang, Wild Orange, Douglas Fir, die Mischungen „Whisper“ (ein femininer Duft, der die weibliche Power stärkt) und „Citrus Bliss“ (eine Kombination aus Zitrusölen, mit einem Hauch Vanille).

ALLE raus!

Die schönsten Momente im Leben finden meiner Meinung nach ja draußen in der Natur statt!

Das ist natürlich für ein Landei wie mich sehr leicht zu sagen, aber selbst wenn jemand total überzeugt in dicht bebautem Gebiet lebt, kann man sich der ausgleichenden, immunstärkenden und stimmungshebenden Wirkung grüner Wälder nicht entziehen.

Im folgenden Video erzähl ich euch ein paar interessante Dinge über die Auswirkung eines Waldspaziergangs auf unsere Gesundheit:

NEUE SERIE – Und los geht’s mit meinen „Trinktipps“

Bevor ihr gleich was Arges denkt: Natürlich geht’s um WASSERtrinktipps! (Ein Schelm, der gleich alkoholisch denkt, haha!)

Und das folgende Video ist auch der Beginn von regelmäßigen, kurzen Infos, die ich euch in nächster Zeit auf diese Weise präsentieren werde. Kaum etwas davon ist total neu und noch nie dagewesen und dennoch stelle ich bei meinen „Vortragstourneen“ und Gesprächen immer wieder fest, dass vieles, von dem man weiß, dass es gut tun würde, trotzdem nicht umgesetzt wird. Häufig, weil man den Eindruck hat, positive Veränderungen wären mühsam und aufwendig. Dabei kann es wirklich soooo einfach sein! (Mein Slogan ist ganz ehrlich mein Lebensmotto!)

Wichtig: natürlich dürfen nur ätherische Öle hochwertigster, therapeutischer Qualität eingenommen werden! Meine Wahl ist und bleibt doTERRA und wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, schreibt mir einfach eine kurze Nachricht an anissabrauneis@gmail.com, um ein kostenloses, vöööllig unverbindliches Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Reisetipps: Die Natur im Gepäck

Immer wieder mal bringe ich meine Reisetipps auf den neuesten Stand, denn als jemand, der es zwar total liebt, die Welt zu sehen und herumzukommen, aber Reisen auch gleichzeitig ziemlich anstrengend findet, versuche ich ständig zu optimieren und meine Erlebnisse NOCH besser zu machen.

Daher hier ein kurzes Video für euch, direkt aus meiner Küche in die Welt hinaus, haha:

Webinar „Ätherische Öle für Hunde und Katzen“

In letzter Zeit erhielt ich besonders viele Anfragen aus ganz Europa (und teilweise darüber hinaus) zur Anwendung ätherischer Öle an Tieren.

Also dachte ich mir: warum nicht ein Webinar (= Online Seminar) zum Thema anbieten? Das könnte dann jeder bequem von zu Hause aus verfolgen!

Tja, dann hab ich also eine Präsentation gestaltet, mir extra Ersatzbatterien für meine Maus bereitgelegt, ein großes Glas Wasser vorbereitet….und dann während des Webinars VOLL VERGESSEN das Knöpfen „Bildschirm mit allen Teilnehmern teilen“ zu klicken.

Heißt: jeder, der live dabei war, hat über 50 Minuten lang nur meine Willkommensfolie gesehen, während ich mich fröhlich durch alles andere durchgeklickt hab. Der ganze Schmarr’n ist mir allerdings erst nach Ende des Webinars aufgefallen, als ich kontrollieren wollte, ob die Aufnahme funktioniert hat. OH MANN!!

Daher meine Lösung (nicht super elegant, aber effizient):

Druckt euch das folgende PDF aus (das ist die Präsentation, mit reichlich Platz für Notizen):

Webinar Hund & Katze

Und dann klickt das Video der Aufzeichnung und lasst euch von meiner Stimme durch eure ausgedruckten Seiten führen:

War mal wieder eine tolle Lektion, dass man als Anfänger halt ein erhöhtes Bauchfleck-Risiko hat. Und auch einen GROSSEN Lerneffekt – um das zu nutzen, muss ich wohl sehr bald das nächste Webinar abhalten. Wenn ihr für meinen Newsletter registriert seid, erhaltet ihr dazu natürlich wieder die Einladung und den Link!

Balance – Gibt’s die überhaupt?

IMG_4547

Work-Life-Balance…Ein angenehmes Leben…Ausgeglichen sein…Genug, aber nicht zuviel…

Irgendwie sucht ja jeder nach diesem Zustand, in dem alles genau richtig dosiert ist: nur soviel Arbeit, dass es einen nicht ermüdet und grad genug Freizeit, dass einem nicht fad wird.

Ich hab in den letzten Jahren viel über diese Balance nachgegrübelt (tu ich eigenlich immer noch sehr oft) und meine eigene Theorie dazu formuliert – allerdings bin ich keineswegs die erste oder einzige mit dieser Meinung:

Man kann ALLES haben – nur nicht immer zur selben Zeit.

Und das ist voll okay und macht das Leben ja auch spannend.

Derzeit bin ich im Tuntuntun-Reisenreisenreisen-Modus, denn ich brenne für die Bewegung in meinem doTERRA Team und all die Fortschritte, die ich beobachten darf, weil sich Menschen für positive Veränderungen in ihrem Lebensstil begeistern. Um das erleben und anheizen zu können, braucht es Zeit: mit dem Team, mit Interessenten, im Auto, im Zug, im Flugzeug und auch allein vor’m Computer.

Und ich find’s SUPER! Vor allem, weil ich weiß, dass das nicht immer so ist. Ich werde (hoffentlich!) mein Leben lang reinhackeln und was bewegen wollen, aber es gibt auch Phasen im Leben, in denen man mal mehr, mal weniger tut.

Allerdings halte ich es für ultra-frustrierend, wenn man meint, seine Energie auf ALLE Lebensbereiche gleichmäßig aufteilen zu müssen. Ein sauberer Haushalt (ohne Putzhilfe!) und ein Business, dass Vollgas gibt? Pfffff! Ein Mythos!
Ja, es gibt diese Wochen oder sogar Monate, in denen der Alltag voll unter Kontrolle ist und auch das G’schäft stabil läuft. Aber dazwischen muss man auch mal ein Intensivprogramm fahren, um immer wieder neue Ziele erforschen und erreichen zu können.

Dennoch bin ich ein absoluter Anti-Ausbrenn-Typ! Denn ausgezuzelt und fern meiner Kräfte und Motiviation war ich schonmal vor 10 Jahren. Und das will ich niemalsnie wieder. Einmal durch und danke!

Deshalb gibt’s auch bei mir gewissen Regeln für die Zeiten des Durchstartens:

  • 7 Stunden Schlaf mindestens – ohne ist mein Hirn zu langsam, unkreativ und knatschig
  • 20-Minuten-Nickerchen, wann immer es möglich ist – jede Gelegenheit dafür nutzen!
  • zu Effizienz zwingen: Handy permanent auf lautlos lassen und Nachrichten, emails, Anrufe zu bestimmten Zeiten gesammelt bearbeiten – ist für mich sehr schwer, aber notwendig
  • meine Vitamine täglich nehmen (doTERRAs Daily Nutrient Pack und 1 Kapsel OnGuard+)
  • 1 Tag pro Woche fixieren, an dem gemütlich von daheim gearbeitet, ein nachmittägliches Bad genommen und/oder Freundinnenbesuch empfangen werden kann
  • Spaziergänge an der frischen Luft – das Hunderl braucht’s und ich auch

Alles in allem doch gar nicht so schlimm, oder?

Die persönliche Einstellung ist natürlich auch mega entscheidend. Wenn ich Druck hab und keine Begeisterung empfinde, dann macht das Stress. Wenn ich Druck hab, aber die Sache richtig toll finde, dann ist das Leidenschaft.

Was ich im Grunde sagen will: schaut auf euch, aber akzeptiert auch das Chaos, das aufregende Zeiten mit sich bringen. Vergesst nicht, dass das Leben in jeder Sekunden stattfindet und deshalb jeder Tag ausgekostet werden soll – genießt das Reinhackeln! Lasst die Party aus, pfeift auf den Höflichkeitsbesuch, riskiert beleidigte Gastgeber und fühlt euch nicht schlecht dabei. Euch wird vergeben werden (und wenn nicht, dann war’s eh Zeit für einen Bruch!).
Küsst und drückt eure Lieben in all den kleinen Zeitfenstern, die sich auftun. Ihr seid nur busy und keine Roboter!
Merkt euch mein Mantra: „Ein sauberer Haushalt ist der beste Beweis für ein vergeudetes Leben“ und lernt euch so gut zu präsentieren, dass niemandem das ungebügelte T-Shirt auffällt….

 

Mein doTERRA Business

Fragt ihr euch auch manchmal „Was wäre, wenn…?“ – z.Bsp. „Was wäre, wenn ich vor 2 Jahren nicht beschlossen hätte, meinem Instinkt und meinem Herzen zu folgen und mit den ätherischen Ölen von doTERRA mein Leben zu verändern? Wo wär ich heute? Wüsste ich, was mir abgehen würde und was ich alles verpasst hätte?“

Natürlich ist das sinnlos und Antworten auf solche Fragen wird man nie bekommen, aber mich schwappt dann immer so eine Megawelle Dankbarkeit weg und gleichzeitig kommt man sich so winzig vor, weil unter’m Strich doch eh viel größere Mächte einen in die richtige Richtung stupsen. Man muss halt hin und wieder „Ja!“ sagen…

Lasst mich euch ein bisschen über eine Entscheidung erzählen, die mich sowohl persönlich, als auch beruflich (die Übergänge dazu sind bei mir aber mehr als fließend!) in den letzten zwei Jahren am meisten beeinflusst hat:

Vom unnötigen Ärgern

IMG_4620

Anfang Dezember hab ich mich zu einer ganz lieben doTERRA Kollegin in die Schweiz aufgemacht, um mit ihr einen Workshop zur Anwendung ätherischer Öle am Pferd zu unterrichten und durfte auf dem (doch recht ausgedehnten) Weg dorthin mal wieder eine Lektion im „Nichtärgern“ lernen.

Die Route verlief folgendermaßen: vom Weinviertel nach Mondsee, von dort nach Innsbruck und am nächsten Morgen weiter in die Schweiz.
Für die Übernachtung in Innsbruck buchte ich ein Zimmer in einem kleinen Gasthaus, das nahe der Autobahn lag und plante ursprünglich, dort erst sehr spät am Abend anzukommen, da mein Mann (bester Reisebegleiter EVER!) und ich in Mondsee noch einen netten Abend mit Freunden verbringen wollten.
Nach der Buchung (die natürlich nicht mehr kostenfrei zu stornieren gewesen wäre) erhielt ich jedoch die Nachricht, dass das Einchecken nur bis 20 Uhr möglich sei. Auf meine Bitte, uns den Schlüssel doch einfach im dazugehörigen Restaurant zu hinterlegen, bekam ich nur „Nö, nicht möglich“ zurück. (Ist übrigens NICHT der Gasthof auf dem Foto!)

Boah, war ich geladen! Hatte null Verständnis und geriet dann in ein richtiges „Gedankenradl“: Was ist das für eine Art?! Wie kann man nur so unflexibel sein?! Ist doch kein zusätlicher Aufwand!! usw…

Hunderte Konversationen mit der Rezeptionistin bin ich in meinem Hirn durchgegangen und jedesmal hatte ich den Part des unzufriedenen Gastes, der aber TOTAAAAL im Recht ist und eine grottenschlechte Bewertung auf booking.com hinterlassen würde. Und JEDEM in meinem Umfeld hab ich von dem Gasthof, der Schlüssel nur bis 20 Uhr rausrückt, erzählt.

Nun, dann kam der Reisetag, bei dem ein Meeting mit dem Europäischen doTERRA Management in Mondsee mit Freunden und Teammitgliedern als erster Punkt auf dem Plan stand. Alles war super: Informationen wurden ausgetauscht, die Stimmung war gut und anschließend gönnten wir uns noch eine Melange in einem Kaffeehaus um’s Eck. Auf dem Weg nach Tirol hatten wir sogar halbwegs Glück mit den Grenzkontrollen und kamen gut voran, sodass wir kurz vor 20 Uhr in Innsbruck ankamen. Und weil es noch recht früh war, gönnten wir uns in unserem Gasthof noch eine Suppe in der wirklich hübschen Stube.

Das Zimmer war dann sauber, das Frühstücksbuffet reichlich und mein Ärger, den ich doch soooo fleißig gepflegt hatte, weg.

Es gab also keine spektakuläre Szene beim Auschecken (niemals-nie unangenehm werden, wenn man noch irgendetwas serviert bekommen könnte!!) und ich hatte Gelegenheit, mich über die hysterische Primadonna, die offensichtlich irgendwo in mir steckt, abzuhaun‘ und sie gleich mal auf Urlaub zu schicken…

Das, was mich tagelang Energien und wertvolle Hirnzellen, die ich anderwertig sinnvoller hätte nutzen können, gekostet hat, war in Wirklichkeit ein Segen: Wir hatten noch Zeit für ein entspanntes Essen und kamen früh genug ins Bett, um am nächsten Morgen zeitig weiterfahren zu können.

Wäre alles nach meinem ursprünglichen Plan gelaufen, wären wir erst kurz vor Mitternacht fix und fertig ins Zimmer gekommen und hätten am nächsten Morgen keine Zeit gehabt, um unser Frühstück zu genießen und wären bestimmt unterzuckert und gestresst in der Schweiz angekommen.

Seitdem achte ich besonders darauf, ob eine Situation es WIRKLICH wert ist, die Zickenrüstung anzulegen und gegen nicht lebensbedrohliche Tatsachen anzukämpfen oder ob ich es nicht mit der Einstellung „Das Universum hat scheinbar eine bessere Idee!“ hinnehmen sollte.

Letzteres hat mich seitdem bestimmt vor einigen Grantfalten und einem schlechten Ruf bewahrt und obwohl das eigentlich eh meine Grundeinstellung zum Leben ist, muss auch ich offensichtlich immer wieder darauf achten, mich nicht in einen Negativstrudel zu werfen oder hineinziehen zu lassen.

„Mehr Muße, weniger Meckern“ – DER Slogan für 2016 und darüber hinaus!